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Schwelle zur Verantwortung


SEPARATIO – Die Schwelle der Verantwortung – Klarheit durch bewusste Entscheidung

Nach dem spielerischen Erkunden in der Coagulatio stellt sich an der achten Schwelle eine zentrale Frage: Was darf aus der Vielfalt der Möglichkeiten gewählt, verdichtet und verantwortet werden? Die Schwelle der Verantwortung markiert den Punkt, an dem wir nicht länger ausprobieren, sondern entscheiden – mit allen Konsequenzen. Sie erfordert eine Haltung von Klarheit, Integrität und Führung, die nicht aus einem “Muss”, sondern aus innerer Ausrichtung entsteht. Es ist die Phase, in der Wirkung bewusst gestaltet und Verantwortung nicht delegiert, sondern übernommen wird.

Trennen, um zu führen – Die Kunst der bewussten Differenzierung

Die alchemistische Operation der SEPARATIO steht für das Trennen, Klären und Herausschälen des Wesentlichen. Wie das Schwert, das in der Symbolik dieser Schwelle steht, braucht es die Fähigkeit, zu unterscheiden – nicht spaltend, sondern klärend. Hier zeigt sich Führung nicht in Größe, sondern in der Fähigkeit, zu wählen: Was dient dem Leben, der Aufgabe, dem Moment? Diese Entscheidung bringt immer auch Verlust mit sich – an Optionen, Freiheit, Offenheit. Und sie fordert uns auf, die Verantwortung für das, was wir nicht wählen, mitzutragen. Es ist der Moment, in dem wir uns nicht mehr hinter den Optionen verstecken, sondern sichtbar werden in unserem Tun.

Entscheiden, bekennen, umsetzen

In diesem Modul stärken wir folgende Fähigkeiten:

• Die Führungsstärke für das Wesentliche zu entwickeln
• Entscheidungen begründet zu treffen
• Verantwortung für Wirkung und Konsequenz zu übernehmen
• Systemisch zu denken: Welche Dynamiken lösen Entscheidungen aus?
• Selbstverschuldete Hemmnisse zu erkennen und zu bearbeiten
• Schuld als Teil des Weges zu begreifen – nicht destruktiv, sondern klärend
• Die eigene Haltung in konkrete Handlung zu bringen

Die Separatio ist der Moment, in dem die Frage nicht mehr lautet: Was ist alles möglich, sondern: Wofür stehe ich jetzt ein?

DU – WIR – ES: Entscheidung als Ausdruck von Führung

DU – übernimmst bewusst Verantwortung – für deine Wahl, für ihre Folgen, für deine Position. Du erkennst, dass Nicht-Entscheiden oft größere Kosten verursacht als Wagnis. Und du lernst, die Kraft der Unterscheidung nicht als Trennung, sondern als Dienst am Ganzen zu verstehen.

WIR – erleben in der Gruppe, wie Führung sich entfaltet, wenn Menschen sich durch Zusammenspiel klar werden. Wir reflektieren systemische Wirkungen von Entscheidungen, teilen Dilemmata, Schuldgefühle, Klarheitsmomente und stärken uns gegenseitig in unserem Wirken.

ES – richtet den Blick auf Organisationen, Führungskultur und Systemverantwortung: Was braucht es, damit Entscheidungsfähigkeit wachsen kann – nicht nur individuell, sondern strukturell? Wie gestalten wir Räume, in denen Verantwortung inspiriert?

Facilitation-Kompetenz vertiefen

Teilnehmende der Ausbildung erweitern in diesem Modul ihre Fähigkeit, Führung aus Klarheit und Integrität zu gestalten. Sie lernen, Entscheidungen transparent zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und mit systemischer Weitsicht zu handeln. Diese Kompetenz ist zentral für Transformations-Facilitation: Wirkung entsteht durch bewusste Wahl.

Die Schwelle der Verantwortung – Wenn Klarheit zur Handlung wird

Diese Schwelle ist keine Antwort, sondern ein klares Ja zur Komplexität, Wirkung und Konsequenz. Sie lädt dich ein, wirklich ins Handeln zu kommen, in Verantwortung für dich, dein Umfeld und das, was durch dich in die Welt will.

Bist du bereit, die Wahl von Verantwortung zu übernehmen – mit allem, was dazugehört?

 

LEHR-FACILITATION: Iris von Tiedemann

CO-FACILITATION: Walter Zornek, Esther Gleede

 
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5. Dezember

Schwelle zum Ausprobieren

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27. Februar

Integration der Schwellen